F3J-WM: Dreimal Silber und einmal Bronze für das deutsche Team

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Vom 31. Juli bis zum 05. August fand die Weltmeisterschaft der Klasse F3J in Tekovský Hrádok in der Slovakei statt. Der Ausrichter Jan Littva begrüßte 34 Piloten aus neun Nationen. Die Anzahl der Teilnehmer auf dieser WM war gegenüber den Vorjahren etwas geringer, die Kontakte zu den anderen Nationen dadurch umso persönlicher und von Respekt und Freundschaft geprägt. Trotzdem ging es in der Luft „heiß her“! 

Heiß waren auch die Temperaturen. In der absolut ebenen Region des Donautieflands um Levice brannte die Sonne auf die abgeernteten Feldern nieder. Lediglich ein paar Sonnenblumenfelder und Mais standen noch, und ein paar Bäume, die das Flüsschen Hron umsäumten, boten Abwechslung. Um trotz der guten thermischen Bedingungen in der aufgeheizten Luft einen spannenden und anspruchsvollen Wettbewerb sicherzustellen, wurde ab früh morgens und bis in den späten Abend geflogen und der Nachmittag weitgehend ausgespart. Dazu herrschte an den beiden ersten Tagen heftiger Westwind mit einer mittleren Geschwindigkeit von bis zu acht Metern pro Sekunde, dem zusätzlich starke Böen aus den Ablösungen überlagert waren. An den beiden folgenden Tagen und im FlyOff wurde es dann deutlich ruhiger.

Unter diesen schwierigen Bedingungen konnten sich sowohl die Senioren als auch die Junioren der deutschen Mannschaft hervorragend bewähren!

Carolin Weihe konnte in der Damenwertung die Silbermedaille erfliegen. Zum FlyOff bei den Senioren fehlten ihr nach 16 Vorrunden weniger als 10 Punkte oder 0,06 Prozent. Dies zeigt, wie eng die Leistungsspitze zusammenlag.

Die Mannschaft der Senioren errang hinter außergewöhnlich geschlossen auftretenden US-Amerikanern die Silbermedaille, gefolgt von den starken Slovaken mit der Bronzemedaille und den Tschechen mit dem späteren Einzelweltmeister Martin Rajsner.

Als bester deutscher Pilot rundete Stephan Lämmlein das Gesamtergebnis der Senioren mit einem siebten Platz im FlyOff ab.

Ebenfalls nur von den starken Amerikanern geschlagen, erflogen die deutschen Junioren in der Teamwertung die Silbermedaille vor Tschechien auf dem dritten Platz. Paul Ole Borsdorf sicherte sich im FlyOff eine herausragende Bronzemedaille in der Einzelwertung.

                                                                                                                    Stefan Weihe